Sie sind ebenso bekannt wie beliebt: “social networks” wie studiVZ, Facebook oder Xing, “social-media-communitys” wie Youtube oder FlickR und Blogs wie Twitter werden von immer mehr Menschen genutzt, um sich virtuell mit Gleichgesinnten zu vernetzen. Wer sich hier gut in Szene zu setzen weiß, verbessert auch deutlich seine Chancen während der Jobsuche. Denn immer mehr Personaler nehmen ihre Bewerber im Zeitalter von Web 2.0 online unter die Lupe. Damit hat sich schon für so manchen die Webpräsenz als Karriere-Killer entpuppt. Wenn Ihr nicht unter die Räder kommen sondern Euch sogar Vorteile verschaffen wollt, solltet Ihr also regelmäßig Eure Online-Reputation prüfen und bestehende Profile pflegen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. PRAKTIKUMSFUEHRER.de hat für Euch recherchiert und eine kleine Liste mit Ideen zusammen getragen.
1. Überwacht regelmäßig Eure Spuren im Web. Mit Suchdiensten wie Google, Yahoo oder Yasni findet Ihr vorhandene Informationen über Euch beziehungsweise andere Personen Eures Namens. Mit Technoratie oder der Google Blog-Suche könnt Ihr zusätzlich die Blogosphäre abgrasen. Somit habt Ihr einen Überblick, welche Informationen über Euch Personaler finden würden, und seit in der Lage, auf entsprechende Fragen bei Vorstellungsgesprächen zu reagieren.
2. Wenn Ihr Eure Reputation verbessern wollt, dann erstellt Profile mit Eurem korrekten Namen in verschiedenen “social networks” und baut diese gezielt nach unterschiedlichen Kriterien auf. Xing eignet sich beispielsweise hervorragend zur Erstellung eines “Geschäftsprofils”, bei dem Ihr, gepaart mit einem guten Foto sowie einem möglichst vollständigen Lebenslauf, alle bisherigen Erfolge und positiven Eigenschaften in den Fokus rücken könnt. Auf Facebook oder MySpace könnt Ihr hingegen all Eure positiven Charakteristika als Privatpersonen herausstellen und Suchmaschinen erlauben, diese zu indizieren.
3. Versucht, alle diejenigen Online-Profile zusammen zu bringen, von denen Ihr wollt, dass sie gefunden werden. Eine Möglichkeit hierfür wäre beispielsweise, dass Ihr Euch eine Domain mit Eurem Namen in der URL sichert und dort alle erwünschten Beiträge oder Profile verlinkt. Diese gehört dann bei Suchabfragen zu den ersten Einträgen und sorgt dafür, das Personaler gleich die “richtigen” Infos über Euch bekommen.
4. Nutzt für alle Profile und Einträge, von denen Ihr wollt, dass sie Privatsache bleiben, grundsätzlich eine andere Identität. Dies gilt neben Foren und Blogs auch für “social networks”, deren Privatsphärenschutz nach einer aktuellen Studie des Fraunhofer-Instituts teilweise einiges zu wünschen übrig lässt. Auch wenn Ihr Euer Profil vielleicht schon nur noch für Freunde sichtbar haltet, schützt Euch Anonymität trotzdem am meisten.
5. Pflegt alle Profile, die Ihr als Aushängeschild benutzt. Das bedeutet sowohl die regelmäßige Aktualisierung Eurer Kontaktdaten als auch, dass Ihr wichtige Nachrichten lest und erreichbar seit.
6. Falls Ihr im Web ältere unliebsame Einträge findet oder wenn jemand unter Eurem Namen Schindluder betreibt, lohnt sich der Kontakt mit dem verantwortlichen Webmaster oder dem Hoster, um diese Einträge wieder zu entfernen. Wer sein Anliegen freundlich darlegt und gut begründet, stößt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein offenes Ohr. Eine Erwähnung der Datenschutzrechte kann diesen Vorgang unterstützen, immerhin sind viele Betreiber auf ihren Ruf bedacht. Wenn das alles nicht hilft, dann nehmt Euch die Zeit und verfasst in dem betreffenden Medium eine Gegendarstellung, um Euren Ruf wieder gerade zu rücken. Rechtliche Schritte sind nur selten sinnvoll, da Aufwand und Nutzen meistens in keinem lohnenswerten Verhältnis stehen.
Zum Schluss gilt die alte Binsenweisheit: Überlegt Euch von vorneherein, welche Informationen beruflicher oder privater Natur überhaupt ihren Weg ins Internet finden müssen.
Diskutiert mit!
Haben sich Eure Online-Profile schon einmal negativ auf eine Bewerbung ausgewirkt? Sperrt Ihr Eure Profile oder habt Ihr nichts zu verbergen? Versucht Ihr, eure Webpräsenz gezielt in der Bewerbungsphase einzusetzen? Helfen Euch unsere Tipps dabei? Erzählt uns von Euren Erfahrungen!





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