Nach monatelangen Rangeleien von Arbeits- und Bildungsministerium um eine Initiative für faire Praktikaentlohnung wurde der Gesetzesvorschlag nun im Petitionsausschuss des Bundestags an die Fachausschüsse verwiesen. Damit liegen die Pläne von Bundesarbeitsminister Scholz vorerst auf Eis. Besonders Bildungsministerin Annette Schavan stemmte sich gegen Scholz Vorschläge. “Eine solche Regelung schafft keine Praktika, sondern killt Praktika”, äußerte sich ein Sprecher Schavans. Der Staatsministerin missfalle insbesondere die Beweislastumkehr, nach der die Unternehmen künftig belegen sollen, dass diese die Praktikanten nicht ausbeuten. Außerdem bemängelte Schavan die Ausweitung der Klagefrist für geschröpfte Praktikanten von zwei Monaten auf drei Jahre. Ein klares Nein von Seiten der Bildungsministerin erhielten außerdem die Vorschläge zu Mindestvergütung und Maximaldauer der Praktika. Schavans Sprecher machten klar, dass das Ministerium “keine Regelungen unterstützen, die zum Verlust von Praktikumsplätzen führen”. Die Ministerin stützt sich dabei auf eine Umfrage vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag. In dieser gab jedes zweite Unternehmen an, bei einer Umsetzung der Neuregelungen keine Praktikanten mehr beschäftigen zu wollen.
Quelle:
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