Foto: Bundesarbeitsminister Olaf Scholz
Seit dem Frühjahr setzt sich Bundesarbeitsminister Scholz für eine angemessene Vergütung von Praktikanten ein. “Wir wollen dafür sorgen, dass Praktikanten ordentlich behandelt werden”, sagte der SPD-Minister. Doch nun machte das Magazin “Spiegel Online” bekannt, dass die gut 100 Praktikanten, die pro Jahr das Bundesarbeitsministerium durchlaufen, keine Vergütung erhalten. Begründet wurde dies von einer Sprecherin des Ministeriums mit der Tatsache, dass man nur Studenten beschäftige, die Pflichtpraktika ableisten müssten.
Arbeitsminister Scholz plant, den Paragraphen 612 des Bürgerlichen Gesetzbuches um einen Passus zur angemessenen Praktikumsvergütung zu erweitern. Kritiker sehen diese Pläne jedoch als Farce, da Scholz keine konkreten Regelungen für die Mindestentlohnung oder Maximaldauer der Praktika vorsieht. Der Passus regelt lediglich für Praktikanten mit abgeschlossener Berufsausbildung einen abstrakten Anspruch auf Vergütung. Die Gewerkschaften fordern schon länger eine Pflicht zur Vergütung von Praktikanten. So schlägt die DGB-Jugend 300 Euro als Richtwert für Ministeriumspraktika vor.
Quelle:
Foto:
Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Diskutieren Sie mit!
Wie beurteilen Sie die geplanten Schutzregeln für Praktikanten?





Seitenanfang



